News-Meldung


Eine Silikon-Fuge ist keine Abdichtung

geschrieben von Kaldewei GmbH & Co.KG, Ahlen am 26.01.2017

TIPPS & TRICKS

Eine Silikon (Acryl) Fuge ist keine Abdichtung!
Kaum ein Thema führt in unseren Seminaren, auf Baustellen und in bewohnten Objekten so
sehr zu Diskussionen: Die Dehnungs-, Wartungs-, dauerelastische-, Abschluss-, Übergangs-, Kunststoff-, oder wie auch immer titulierte Fuge zwischen Sanitärkörper und Wand oder Bodenbelag.
Wie auch immer diese in den unterschiedlichen Regionen und Gewerken genannt werden mag, eines haben alle gemeinsam: Die Standzeit hängt von der Qualität des Werkstoffes und der Ausführung ab - und die Fuge allein macht’s nicht!

Der heutige Praxistipp unseres Anwendungstechnikers aus dem KALDEWEI KOMPETENZ CENTER
zu diesem Thema lautet:

Eine dauerelastische Verfugung ist eine sogenannte Wartungsfuge. Sie ist weder dauerhaft elastisch und schon gar nicht dauerhaft dicht! Sauberkeit und Vorbehandlung bei der Verarbeitung, Qualität des Materials, sowie des Untergrundes sind entscheidend dafür, wie lange eine solche Fuge ihre wasserabweisende Funktion erfüllt. Auf glasierten Oberflächen wie Keramik, gebrannten Wand-Belägen und Email ist eine optimale Haftung gegeben. Hierzu müssen die abzudichtenden Oberflächen lediglich staub- und fettfrei sowie trocken sein. Dennoch dienen diese Fugen ausschließlich optischen, hygienischen und nur in erster Ebene Abdichtungszwecken. Ohne eine zusätzliche Abdichtung hinter der Silikonfuge ist es nur eine Frage der Zeit, bis Feuchtigkeit die Bausubstanz (be)schädigt. Das war früher bei massiver Bauweise vielleicht noch ein Kavaliersdelikt, kann bei den heute verwendeten Baustoffen und Trocken-Bauarten jedoch schnell zu relevanten Gebäudeschäden und gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen. Das Gebäude kann im schlimmsten Fall zu einem Sanierungsfall oder gar unbewohnbar werden. Einen idealen Übergang schafft der Fachmann in Abstimmung mit dem Fußbodenverleger-Gewerk durch die Anbringung von flexiblen Abdichtbändern. Aufgrund ihrer Struktur und hochextremen Klebeverbindungen lassen Sie sich leicht in Dispersions-Abdichtungen und in Dichtschlämmen oder Harze integrieren. Mit den Abdichtbändern von KALDEWEI funktionieren solche Abdichtplanungen über den gesamten Nutzungszeitraum eines Bades von 20 - 25 Jahren.
Mit Spannung wird erwartet, ob der sogenannte ‘Gelbdruck‘ der DIN 18531 f.f. 18535 in diesem Jahr verabschiedet wird. Somit gäbe es erstmalig ein verbindliches Regelwerk für alle Abdichtarbeiten und Gewerke rund um den Hochbau, wobei unsere Branche in erster Linie auf die DIN 18534-1 wartet. Die Norm wendet sich nicht nur an den ausführenden Fachmann, sondern an alle Gewerke und Planer, die mit der Ausführung des Objektes verbunden und verantwortlich sind.
Das Plädoyer hierzu lautet: Wasser findet IMMER einen Weg. Profi-Abdichtung ist daher Pflicht –Silikon reicht dafür nicht!

Text: Franz Kaldewei GmbH & Co.KG, Ahlen

 

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